Drogenhilfe PUR gGmbH


Die Corona-Bürgerteststelle wird getragen von der Drogenhilfe PUR gGmbH in Dortmund.

Als anerkannte Drogenberatungsstelle bieten wir Beratung für Menschen mit Sucht- und Drogenproblemen, weiterführende Hilfen wie Therapievermittlung oder Plätze in der qualifizierten Entgiftung und generell Hilfen beim Ausstieg aus der Abhängigkeit.

Unser Arbeitsschwerpunkt ist dabei die psychosoziale Betreuung von substituierten Drogengebrauchern. Außerdem bieten wir ein Ambulant Betreutes Wohnen für chronisch Abhängige von illegalen Drogen.

Darüber hinaus organisiert die Drogenhilfe PUR die zentrale Vergabe von Substitutionsmitteln an Wochenenden und Feiertagen in Dortmund und gibt einen regelmäßig aktualisierten Überblick über freie Substitutionsplätze.

Als gemeinnütziger Träger und Mitgliedsorganisation des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes ist es uns ein besonderes Anliegen, für Menschen in persönlichen Notsituationen tätig zu sein. In unserem Bürgertestzentrum werden selbstverständlich auch Menschen ohne festen Wohnsitz, ohne Krankenversicherung und ohne geregeltes Einkommen kostenfrei getestet, und auch die im Falle eines positiven Schnelltests notwendige Labordiagnostik mittels eines PCR-Tests erfolgt ohne Kosten für die/den Betreffende(n).

Aktuell stehen die Betreiber von Corona-Teststellen aus verschiedenen Gründen kräftig in der Kritik – vor allem gibt es Betrugsvorwürfe hinsichtlich zuviel abgerechneter (und nicht durchgeführter) Tests. Und dabei werden vollkommen zu Recht die mangelnden Kontrollmechanismen angesprochen.

Diese Vorgänge sind eine Katastrophe für uns alle, da sie das Vertrauen in die notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung dieser Pandemie erschüttern und gleichzeitig all diejenigen an den Pranger stellen, die seriöse und ehrliche Arbeit leisten!

Für die Teststelle der Drogenhilfe PUR gilt:

Wir haben am 1. Mai den Betrieb aufgenommen und im Monat Mai exakt 1.127 Schnelltests durchgeführt, das sind im Schnitt ca. 36 Tests pro Tag. Für jeden einzelnen dieser Tests gibt selbstverständlich einen Nachweis durch die Unterschrift der getesteten Person. Dabei sind Kosten von 5.972 € für den Kauf von Schnelltests angefallen, das sind ziemlich genau 5,30 € pro Test, für die wir in Vorleistung gegangen sind und die wir in exakter Höhe in unserer Abrechnung angegeben haben (die oft genannten 6 € pro Test ist der Höchstbetrag, bis zu dem die tatsächlich angefallenen Kosten erstattet werden).

Abzüglich der Kosten für die Abrechnung und das Buchungssystem verbleibt ein Umsatz von 11,08 € pro Test, den wir für die Durchführung der Abstriche erhalten. Insgesamt sind das somit 12.487,16 € Gesamtumsatz im Monat – das klingt ja erstmal gar nicht übel.

Dieser Betrag wird selbstverständlich erst einmal vollständig versteuert. Außerdem gehen sämtliche Kosten davon ab – an erster Stelle unser Personal, das wir angemessen entlohnen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass wir für die Abstriche ausschließlich medizinisches Fachpersonal beschäftigen. Hinzu kommen laufende Sachkosten und Investitionen, so dass unter dem Strich im Mai ein Betrag von etwa 3.500 € übrig bleiben wird (den genauen Betrag können wir natürlich erst nennen, wenn unser Steuerberater alles korrekt berechnet hat).

Um diese 3.500 € zu erwirtschaften, haben insgesamt 22 haupt-, neben- und ehrenamtliche Mitarbeiter an 31 Tagen des Monats etliche Stunden hart gearbeitet!

Hier kommt nämlich unsere Besonderheit zum Tragen: Die Drogenhilfe PUR gGmbH als Träger dieser Teststelle ist ein gemeinnütziger Sozialbetrieb, der keine Gewinne erwirtschaftet. Jeder Euro, den wir einnehmen, fließt direkt in die Arbeit mit unseren KlientInnen und landet somit bei den Menschen, die es tatsächlich am meisten nötig haben!

Daher unsere Bitte: Entscheiden Sie selbst, wem Sie Ihr Vertrauen schenken. Und informieren Sie sich, ehe Sie bewerten.

Unsere MitarbeiterInnen stehen Ihnen gerne jederzeit für weitere Auskünfte zur Verfügung.

(Michael Gierse, Geschäftsführer der Drogenhilfe PUR gGmbH, 02.06.2021)